04.01.2018
die erste Herren

Jatzke hört auf - Daniel Bissmann übernimmt

Von: Oberberg Aktuell

Mario Jatzke und Christoph Bitzer geben ihre Ämter auf der Nümbrechter Kommandobrücke im Sommer auf – Der Oberligist baut auf ein frisches Gesicht.

Daniel Bissmann wird neuer Trainer des SSV Nümbrecht. Er wird Nachfolger von Mario Jatzke, der nach dreieinhalb Jahren eine Pause einlegen möchte. Auch Co-Trainer Christoph Bitzer wird kommende Saison eine neue Aufgabe anstreben. Der 1. Vorsitzende des SSV, André Lattek, dankte Jatzke für die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre, sieht den Verein mit seinem Nachfolger aber auch bestens für die Zukunft aufgestellt. Bereits nach wenigen Minuten gemeinsamen Gespräches habe er festgestellt, dass Bissmann ein Handballfachmann durch und durch sei. „Er lebt für diesen Sport. Wenn er morgens aufsteht, kreisen seine ersten Gedanken bereits um den Handball“, berichtet Lattek über den 32-jährigen Lehrer aus Köln, der sich bei mehreren Vereinen initiativ vorgestellt hatte.

Gleichzeitig ist er sich aber auch bewusst, dass es sich auch um ein Experiment handelt, schließlich hat der B-Lizenzinhaber Bissmann (Bild) bislang lediglich einige Jugendmannschaften auf Verbandsniveau und aktuell den Bonner Kreisligisten HSG Sieg in seiner Vita stehen. „Aber wir nehmen bewusst einen Nobody. Das kann zu einer Win-Win-Situation für beide Seiten werden“, so Lattek weiter. Der Entschluss nicht mit Jatzke weiterzuarbeiten, sei nach gemeinsamen Gesprächen gefallen. „Nach mehreren Jahren gemeinsamer Arbeit ist einfach ein Punkt erreicht, an dem man einen runden Abschluss sucht, auch weil Mario beruflich und privat mittlerweile sehr stark eingespannt ist“, erklärt Lattek und verweist noch einmal auf dessen Erfolge.

Der langjährige Spielmacher des SSV habe während seiner Amtszeit nicht nur die Mannschaft kontinuierlich weiterentwickelt, sondern dabei auch noch zwei Mal den DHB-Pokal erreicht. Zudem kann er im Mai zum dritten Mal in Folge den Kreispokal holen. Jatzke selbst sieht seiner Zukunft gelassen entgegen: „Ich wollte den Weg frei machen, der Mannschaft einen neuen Impuls zu geben. Etwas Frisches tut ihr sicherlich gut. Daher habe ich mit dem Verein auch frühzeitig das Gespräch gesucht.“ Nach insgesamt 26 Jahren Handball ohne Pause freut er sich zudem auf die nun anstehende freie Zeit: „Wir haben für das letzte halbe Jahr noch ein paar Ziele zu realisieren, aber danach lasse ich alles in Ruhe auf mich zukommen.“