HSG Marienheide/Müllenbach II - Burgknappen 24:18 (15:10)
Ein Derby mit vielen Emotionen erlebten die Zuschauer in der Marienheider Sporthalle. „Es war ein kampfbetontes Spiel von beiden Seiten“, resümierte HSG-Abteilungsleiter Dennis Köster die Partie. Nümbrechts Trainer Patrick Seebaum sprach hinsichtlich des Marienheider Vorberichts hingegen von einer übertriebenen Härte der Gastgeber. „Die einzigen Leute, die ihr Trainer Horst Dinspel scheinbar vor dem Spiel in Marienheide an der Bushaltestelle gefunden hat, waren leider die beiden Schiedsrichter“, monierte er, dass die Unparteiischen jede überharte Aktion der HSG hätten durchgehen lassen. Zu allem Überfluss verletzte sich auch Gunnar Jürges bei einem Foul an den Bändern und reihte sich somit als nächster Spieler ins mittlerweile beachtliche SSV-Lazarett ein. „Das war dann das berühmte I-Tüpfelchen“, so ein verärgerter Seebaum.
Der Spielverlauf ist hingegen schnell erzählt. Die Gastgeber kamen mit der Manndeckung gegen Willi Derksen zunächst gar nicht klar, so dass die Partie bis zum 9:9 (20.) offen blieb. Bis zur Pause konnte sich die HSG aber schließlich doch ein wenig absetzen. Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich Nümbrecht zwar zurück, doch nun wurde Torhüter Sven Mertel zum umjubelten Helden, der verhinderte, dass die Gäste mehr als den 17:16-Anschlusstreffer schafften. „In der Schlussphase hat dann Willi Derksen Verantwortung übernommen und sich trotz einiger unsportlicher Aktionen nicht aufhalten lassen“, freute sich Köster über den Derbysieg. Seebaums Fazit fiel dagegen nicht ganz so positiv aus. „Wir haben nicht annähernd zu unserer Form gefunden“, nahm er einzig Christian Heß aus der Kritik heraus.
Tore HSG Marienheide/Müllenbach: Willi Derksen (6), Tobias Wernscheid (6/2), Victor Bogdan (4), Danny Küsters (3), Marcus Schneider (3), Moritz Coroly (1), Norman Krause (1).
Tore SSV Nümbrecht: Marcel Samel (5), Michael Krieger (3), Marcus Schwemke (3/1), Gunnar Jürges (2), Christian Heß (2), Ben Schieferdecker (2), Nils Kitta (1).









